P4M verleiht das „Schwarze Schaf des Jahres 2008“ an Li Xiao

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Anlässlich des Weltverbrauchertags, der jährlich am 15. März stattfindet, hat eine Fachjury bereits zum zweiten Mal das „Schwarze Schaf des Jahres“ gewählt. Der Gewinner der unliebsamen Trophäe 2008 für die dreisteste Rechtsverletzung im Internet ist Li Xiao von der Firma Xin Net Technology Corporation, Betreiber der Seiten onlinemallcn.com und trademallcn.com und das „Schwarze Schaf des Monats Juli 2007“.

Bei der Wahl zum „Schwarzen Schaf des Jahres 2008“ war sich die diesjährige Jury einig: Alle fünf Fachjuroren stuften die Betrugsmasche von Li Xiao von der Firma Xin Net Technology Corporation als besonders dreist ein. Daher erhält der Betreiber der Seiten onlinemallcn.com und trademallcn.com – letztere Seite ist mittlerweile nicht mehr aktiv – die Negativ-Auszeichnung für die dreisteste Rechtsverletzung im Internet. Vergeben wird dieser unrühmliche Preis von der Firma P4M – Die InternetAgenten, die die Initiative „Das Schwarze Schaf“ im Jahr 2006 ins Leben gerufen hat.

Der Internetanbieter Li Xiao mit Sitz im fernen Beijing kassierte das Geld gutgläubiger Kunden, die er mit scheinbar lukrativen Angeboten elektronischer Geräte wie Fernseher, Computer oder Kameras bekannter Markenhersteller auf seine Seiten lockte. Doch schon bei der Bezahlungsmethode ergaben sich Zweifel an der Seriosität des Betreibers. PayPal, eine der sichereren Zahlungsmethoden im Internet, sei angeblich temporär nicht nutzbar gewesen, hieß es auf den Shopseiten. Auch bei einer anonymisierten E-Mail-Anfrage von P4M, wann PayPal wieder nutzbar sei, wurde der Kunde nur auf diverse andere Zahlungsmethoden verwiesen, die als ebenso „sicher“ bei der Bezahlung eingestuft wurden. Bei diesen Anbietern muss das Geld – im Gegensatz zu PayPal – vorab überwiesen werden, die Ware wird üblicherweise anschließend versendet. Für den chinesischen Anbieter war dies eine dreiste Möglichkeit, die Kunden um ihre Ware zu prellen: Denn nach Bezahlung wurden, laut einer Meldung, die P4M von einem Opfer dieser Betrugsmasche erhielt, die Geräte nicht ausgeliefert. Schließlich blieben die getäuschten Kunden mit leerem Konto und leeren Händen zurück.

„Dieses Schwarze Schaf ist aus unserer Sicht besonders dreist, da hier auf Kosten von Originalherstellern und Kundenvertrauen in diese Marken Betrug geschieht“, sagt Prof. Rido Busse, Vorstandsvorsitzender der Aktion Plagiarius e. V.
Auch Jury-Mitglied Dr. Tim Reinhard, Rechtsanwalt/Partner der Rechtsanwaltskanzlei Osborne Clarke, betont: „Bei diesem Anbieter handelt es sich um ein wirklich schwarzes Schaf, dem es nicht um einen Vorsprung vor anderen Wettbewerbern geht, sondern der seine ´Kunden` schlichtweg betrügt.”

„Da die Methode der Firma Xin Net Technology Corporation, d.h. Verbraucher mit angeblichen Schnäppchenpreisen zu locken, im Vorfeld das Geld zu kassieren und dann die Ware nicht zu liefern, im Internet leider weit verbreitet ist, begrüßen wir die Entscheidung der Jury“, so Hubert Neuner, einer der beiden P4M-Geschäftsführer. „Mit diesem Schwarzen Schaf des Jahres möchten wir alle Internetnutzer dazu animieren, bei besonders günstigen Angeboten vorsichtig zu sein, vorab Informationen über den Anbieter einzuholen und seine Seriosität zu klären und größere Geldsummen nicht vor dem Erhalt eines bestellten Produktes zu überweisen.“

Die Juroren im Überblick:
- Doris Möller, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Aktionskreis Deutsche Wirtschaft gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM e.V.)
- Norbert Gehrke, Vorstandsmitglied i.R. der Braun GmbH
- Oliver Trettin, Stellvertretender Geschäftsführer Bundesverband Audiovisuelle Medien e.V. (BVV)
- Prof. Rido Busse, Vorstandsvorsitzender Aktion Plagiarius e. V.
- Dr. Tim Reinhard, Rechtsanwalt/Partner Osborne Clarke

Verbraucher und Unternehmen können P4M ihre persönlichen schwarzen Schafe per Fax unter der Nummer 089/790783-33 oder per E-Mail an die Adresse schwarzes-schaf@p4m.de schicken. Weitere Informationen gibt es unter www.das-schwarze-schaf.com.

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Eine Reaktion zu “P4M verleiht das „Schwarze Schaf des Jahres 2008“ an Li Xiao”

  1. M@rkus

    Nach kurzem Preisvergleich muss man zu dieser Seite aber auch sagen, dass die Preise ganz offensichtlich zu niedrig sind.
    Wer bei Preisen von 200% unter den normalen Onlie-Preisen tatsächlich glaubt, da ginge alles mit rechten Dingen zu, dem ist IMHO eben auch nicht zu helfen.
    Wer tatsächlich glaubt. solche “Schnäppchen” machen zu können, der glaubt wohl auch noch an den Osterhasen…

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