Neues EU-Gesetz: MP3-Player sollen in der Lautstärke begrenzt werden

showbin.gifWie das Magazin Audio berichtet, soll mit gutem HiFi-Klang aus dem iPod bald Schluss sein: Ein neues EU-Gesetz solle die Hersteller von MP3-Playern und Mobil-Kopfhörern künftig auch in Deutschland verpflichten, die maximale Lautstärke ihrer Geräte auf 100 Dezibel zu beschränken.

Leidtragende des gesetzlich verordneten Lärmschutzes seien vor allem Klassik- und Jazz-Fans, die auf hochwertig produzierte Musik mit ansprechender Dynamik setzen. Hier würden hohe Pegel nur sehr kurzfristig erreicht, was auch bei Lautstärken deutlich jenseits von 100 Dezibel für die Ohren nicht schädlich sei. Umgekehrt würden moderne Player/Kopfhörer-Kombinationen leise Passagen künftig so weit nach unten drücken, bis diese in der S-Bahn und selbst in ruhiger Umgebung nicht mehr hörbar seien.

Die von der Politik verordnete Lautstärkebegrenzung schützt außerdem nicht vor Gehörschäden, so Audio. Denn stark komprimierte Musikaufnahmen sind nach wie vor äußerst druckvoll auf einem MP3-Player zu hören, vor allem dann, wenn ein unausgewogener Billig-Kopfhörer genutzt wird, der sich hauptsächlich auf mittlere Frequenzen konzentriert. Dies sorgt für ein insgesamt lauteres Klangbild, ohne dass die Pegel-Limitierung überschritten wird.

Wer künftig einen iPod Classic oder iPod Nano mit einem eher leisen Kopfhörer betreiben will, sollte seinen Wunsch-Player aus den USA oder Fernost importieren, rät das Magazin. Diese Geräte sind rund zehn Dezibel lauter als die EU-Modelle. Alternativ bietet sich ein etwas lauterer aber trotzdem gut klingender In-Ear-Kopfhörer an, der Umgebungsgeräusche effektiv abschirmt. Noch besser in Bus, Bahn und Flugzeug sind aktive, geräuschfilternde Kopfhörer mit so genannter Noise-Cancelling-Technologie.

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