Multi-Channel-Shops mit höchstem Umsatz

In diesem Jahr werden im Versandhandel 26,3 Milliarden Euro umgesetzt. Dabei bestimmen die Multi-Channel-Versender mit einem Umsatz von 17,5 Milliarden Euro das Marktgeschehen. Sie setzen allein im Internet über 4 Milliarden um. Mehr als die reinen Internetversender, die ein Umsatzvolumen in Höhe von fast 3 Milliarden Euro erreichen. Fast 2 Milliarden Euro Umsatz erzielen eBay-Powerseller.

„Neue Bestellwege und neue Versandhandelsformen haben in den letzten zehn Jahren eine ungeheure Wachstumsdynamik im Markt ausgelöst. Motor war dabei eindeutig der Onlinehandel. Das hat die Umsätze des Vertriebskanals noch weit höher als uns bisher bekannt war steigen lassen“, sagt dazu der Präsident des Bundesverbandes des deutschen Versandhandels, Rolf Schäfer, in Frankfurt.

Um die vielen neuen Formen des Versandhandels auch vom Umsatz her quantifizieren zu können, hatte der Verband die breit angelegte Studie bei TNS Infratest in Auftrag gegeben. Angeblich war der Verband selbst bislang nur von einem Marktvolumen in Höhe von rund 20 Milliarden ausgegangen. Das tatsächliche Marktvolumen liegt aber bei 26,3 Milliarden Euro.

Die mit deutlichem Abstand zweitstärkste Warengruppe im Versand ist der Bereich Bücher, Bild- und Tonträger mit 16,4 Prozent aller Bestellungen. Unterhaltungselektronik und -technik folgt mit 7 Prozent, Haushaltsgeräte und –waren mit 6,7 Prozent. Auch für Hobby, Freizeit und Sammeln geben die Deutschen im Versandhandel gerne Geld aus, unter den beliebtesten Warengruppen rangiert dieses Sortiment auf Platz 5 mit 5,8 Prozent aller bestellten Waren. 5,6 Prozent aller per Versand verkauften Artikel sind Möbel oder Dekorationsartikel, 5 Prozent entfallen auf Medikamente und Drogerieartikel.

Die Untersuchung hat auch ergeben, dass zwei Dinge für eine Kaufentscheidung im Versandhandel immer wieder entscheidend sind: Die Lieferung bis an die Haustür und die Tatsache, dass man im Versandhandel Dinge bestellen kann, die in Geschäften nur schwer, unter enorm viel Zeitaufwand oder gar nicht zu finden sind.

Jochen Krisch vom Excitingcommerce-Blog hat die Zahlen hier bereits kritisch analysiert und kommentiert.

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